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Tageslosung von Sonntag, 22. April 2018
Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich.
Jesus betet: Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.
 

Partnerschaft mit dem Diakoniezentrum Tandala in Tansania

zentrum

Seit 1989 besteht eine Partnerschaft zwischen der Ev.- Luth. Kirchgemeinde Bernsbach im Erzgebirge (Sachsen) und dem Diakoniezentrum Tandala in Tansania.

Tandala liegt etwa 1800 m hoch im Südwesten Tansanias, unweit der Livingstone Berge und ca. 40 km entfernt vom Nordufer des Nyassasees. Die nächste größere Stadt mit Stromanschluss ist Makete, etwa 35 km von Tandala entfernt.

Die Bergregion um Tandala verfügt nur über eine unzureichende Infrastruktur. Es gibt keine Eisenbahnverbindung und bisher keine asphaltierten Straßen.

Auf Grund der geographischen und politischen Randlage ist das südliche Bergland eher dünn besiedelt. Es wird vom Stamm der Ukinga bewohnt. kirche

Die Ukinga sind überwiegend Christen.

Deutsche Missionare waren die Ersten, die ihnen vor 100 Jahren das Evangelium brachten.


 

 

Lebensumstände

Die meisten Menschen in Tandala und Umgebung sind Bauern und ernähren sich von dem, was sie auf ihrem Feld anbauen. Das sind vor allem Mais und Bohnen. Was übrig ist, wird auf dem Markt verkauft oder gegen andere Dinge eingetauscht.

 

            garten   maisernte

 

 

 

 

 

Viele Menschen haben keine bezahlte Arbeit. Deshalb verlassen vor allem junge Leute ihre Dörfer, um in den Städten Arbeit zu suchen.

wasserholen

 


Die Menschen in der Bergregion wohnen in einfachen Häusern, die aus selbstgebrannten Lehmziegeln gebaut sind. Das Wasser muss in Eimern geholt werden. Nicht immer ist es ausreichend sauber.

 

 Armut – ein böser Kreislauf

Viele Menschen leben in ganz armen Verhältnissen. Es fehlt ihnen an einer ausgewogenen Ernährung, an Kleidung, an medizinischer Versorgung und an guten Bildungsmöglichkeiten.

familie

Armut und Krankheit gehören zusammen. Die meisten Menschen sind nicht krankenversichert. Sie können sich einen Arztbesuch oder die nötigen Medikamente nicht leisten.

Malaria, und besonders HIV/Aids sind die Hauptprobleme. Im Bezirk Makete sind 18 % der Menschen HIV infiziert. Etwa 1/3 aller schulpflichtigen Kinder sind Waisen.

Besonders viele Kinder mit Behinderung leben in ganz armen Familien. Es fehlt ihnen an medizinischer und orthopädischer Versorgung und an Bildungsmöglichkeiten.

Bildung ist der Schlüssel für eine bessere   Zukunft.

Obwohl fast alle Kinder die Grundschule von der 1. – 7. Klasse besuchen, bleibt vielen der Weg in eine weiterführende Schule verschlossen, da die Eltern die Kosten nicht tragen können.

Ohne eine gute Ausbildung ist der Kreislauf der Armut aber nicht zu unterbrechen.

 

Diakonische Arbeit

Beginn

Anfang der achtziger Jahre wurde es für die Kirche eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, armen und hilfsbedürftigen Menschen zu helfen. Die Ev.-Luth. Süd-Zentral-Diozöse gründete deshalb die Abteilung Diakonie mit dem Sitz in Tandala.

Bald schon zeigte sich Bedarf an ausgebildeten diakonischen Mitarbeitern. Elikana Kitahenga und Zedekia Luvanda, zwei junge Tansanier, erhielten von 1985 – 1989 in Neinstedt (Sachsen – Anhalt) eine Diakonenausbildung mit dem Ziel, eine diakonische Arbeit in ihrer Diozöse  aufzubauen.

sedekia und elikana kopie

 

Es ist ihnen gelungen, in Tandala ein Zentrum zu errichten, von dem aus alle diakonische Arbeit der Region geplant, koordiniert und durchgeführt wird.


 

 


Zurzeit sind 41 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Inzwischen besteht aber auch ein Netz aus vielen ehrenamtlichen Helfern in den Dörfern der Region.

tischlerei

 

 

Herstellung von Schulmöbeln in der eigenen Tischlerei

bnke kopie


 

 

 

 

 

Aufgaben

Hauptziel der diakonischen Arbeit ist die Integration behinderter und bedürftiger Menschen in die Gesellschaft.

Das wird erreicht durch:

- Besuche bei behinderten und bedürftigen Menschen in ihren Familien

- betroffene Familien aufklären und Hilfsmöglichkeiten anbieten

- Versorgung mit entsprechenden Hilfsmitteln (Prothesen oder Rollstühle)

- Vorstellen der Kranken bei Fachärzten

- Vermittlung Behinderter in Sonderschulen bis hin nach Dar es Salaam


- Unterstützung von Waisenkindern mit Nahrungsmitteln und Schulsachen

- Vermittlung von Schulpaten in Deutschland, zur finanziellen Absicherung des 
  Schulbesuchs  für Waisenkinder und Kinder mit Behinderung

- Aufklärung über Aids


- Durchführung von Seminaren, damit Behinderte ein Handwerk erlernen können
  (Körbe flechten, Stoffe batiken, Töpfern)  
                schneiderei 
- behinderten Menschen eine Berufsausbildung
  ermöglichen (Schneider, Tischler)

- Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter

 

 

 

 

 

Finanzierung 

Um die vielfältigen Aufgaben der Diakonie zu finanzieren, versucht das Diakoniezentrum eigene Mittel zu erwirtschaften. Aber trotz vieler Projekte und eigener Bemühungen ist das  Diakoniezentrum auch in Zukunft auf die finanzielle Hilfe der Partner aus dem Ausland angewiesen.

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Durch gegenseitige Besuche ist die Partnerschaft vertieft worden. Damit ist auch die Bereitschaft zu konkreter Hilfe gewachsen.

So bezahlt die Kirchgemeinde Bernsbach jährlich eines der Behindertenseminare. Außerdem ist sie derzeit stark beteiligt an der Finanzierung eines neuen Gästehauses. hausbau

 

Wir konnten uns selbst davon überzeugen, wie die diakonische Arbeit in Tandala wächst und vielen Menschen Hilfe bringt. Unser Beitrag dazu ist weiterhin notwendig.

Wenn auch Sie helfen möchten, dann spenden Sie bitte an:

Ev.-Luth. Pfarramt Bernsbach

Erzgebirgssparkasse
BIC WELADED1STB
IBAN DE75 8705 4000 3814 1700 58
Stichwort: Tansania


 

http://www.udiakonia-dkk-makete.net